Schönwalde, heute ein Ortsteil der Gemeinde Wandlitz, wurde 1753 vor Beginn des Siebenjährigen Krieges durch Friedrich den II., den Alten Fritz, als Straßendorf gegründet. Zunächst als Tuchlieferant für die preußische Armee, galt Schönwalde bald als Standort der Holzverarbeitung bis zum Wohnstandort vor den Toren Berlins.

1780 wurde unser Bethaus ganz schlicht in Form eines einfachen Fachwerkgebäudes errichtet. In den Jahren 1843/44 konnte es durch einen Ziegelbau aus gebranntem Stein mit den Maßen 21 m x 11,70 m noch ohne den Glockenturm fertiggestellt werden und wurde am 22. September 1844 eingeweiht.

Der Einfluss des Architekten Schinkel lässt sich eindeutig erkennen; der klassizistische Rundbogen prägt noch heute die Dorfkirche. 

Der Glockenturm

Im Jahre 1874 wurde dann der hölzerne Turm an der Ostseite erweitert. Somit konnten die zwei bereits 1872 erworbenen Gussstahlglocken eingehängt werden. Ein für später geplanter Bau eines steinernen Glockenturmes wurde verworfen.

Link zum Glockengeläut mit Video der Glocken (YouTube)

Innenraum

Die Inneneinrichtung konnte fast komplett durch Spenden finanziert werden. Die Orgel der Firma Wilhelm Sauer aus Frankfurt/Oder wurde für 2500 Mark 1885/86 eingebaut. Die Orgeleinweihung fand am 1. Advent 1886 statt.

Bei einer Modernisierung Anfang der 1960er Jahre wurde der Innenraum neu gestaltet und eine Tür zugemauert. Ende 2000 erhielt die Kirche ein neues Ziegeldach. Bei einer erneuten umfassenden Renovierung wurden 2010 nach historischem Vorbild drei Eingangstüren aus Eichenholz eingebaut, wodurch die einst zugemauerte westliche Tür wieder hergestellt wurde. Bis 2012 erhielt der Innenteil einen speziell entworfenen neuen Farbanstrich und eine Sitzheizung.

Übrigens: Die nördliche Eingangstür ist ebenerdig und die Kirche barrierefrei betretbar.

Die Kirche als Kunstraum

Heute gibt es neben den Gottesdiensten auch regelmäßig die verschiedensten Konzertangebote. Außerdem werden temporär Bilder von Künstlern der Region in der Kirche aufgehängt. Möchten Sie Ihre Werke ausstellen? Sprechen Sie uns gerne an.

Pfarrhaus

Von der Gründung bis zum Jahre 1866 gab es keine eigene Pfarrstelle, da der Ort der Kirche von Bernau unterstellt war. Seit der Loslösung vom Rektorat zu Bernau am 2. Dezember 1866, haben bis 2022 achtzehn Pfarrer ihren Dienst versehen. 

Das Pfarrbüro befindet sich im Haus in der Hauptstraße 103. 

Das Pfarrhaus dient heute nicht mehr als Wohnung. Neben dem Büro werden die anderen Räume u.a. für Chorproben oder Seniorentreffs genutzt. 

Die Scheune

Auf dem nach hinten weitläufigen Grundstück steht eine alte, liebevoll eingerichtete Scheune, in der über das Jahr regelmäßig Konzertveranstaltungen angeboten werden. Aber auch für private Feiern steht sie zur Verfügung und kann gegen eine Gebühr auch mit der im Haupthaus befindlichen Küche gemietet werden.

Sternenkinder

Für den am östlichen Ortsausgang liegenden Friedhof konnte am 19. September 1937 die Einweihung der Kapelle erfolgen, mit deren Grundsteinlegung am 12. Mai 1936 auch eine bis dahin fehlende Totenhalle geplant und eingerichtet wurde.

Im Juni 2019 wurde feierlich mit dem Verein „Herzenssache“ der „Ort der Erinnerung“ eingeweiht. Hier können Sternenkinder besonders bedacht und betrauert werden.

Der Alte Fritz

Auf dem Dorfplatz gegenüber des Feuerwehrdepots ist 1903 das Denkmal des Ortsgründers König Friedrich II. von Preußen aufgestellt worden.